Die Posaunenchöre der evang. luth. Kirchengemeinde St. Matthäus und der evang. freikirchlichen Mennonitengemeinde gehören zu den ersten und damit zu den ältesten kirchlichen Bläsergruppen Ingolstadts.
Sowohl der 1951 gegründete Posaunenchor St. Matthäus als auch der 10 Jahre später entstandene Bläserchor der Mennoniten verdanken ihr Entstehen der Initiative kirchlich engagierter Laienmusiker.


Während die Gründung und die langjährige Leitung des Mennonitenchores eng mit den Namen Arthur, Paul und Hermann
Landes verbunden bleiben, konnte für den Matthäuschor mit dem Ingolstädter Komponisten und Kapellmeister Max Seidenspinner ein Profimusiker gewonnen werden, der dem zahlenmäßig noch kleinen und jungen Bläserensemble in kurzer Zeit ein musikalisches Profil und qualitätsvolles Niveau gab. Diese kurze, aber intensive Lehrzeit machte es möglich, dass nach dem berufsbedingten Weggang Seidenspinners Christian Dittmar, der als damaliges Gründungsmitglied heute noch im Chor und bei den Pfeifturmbläsern mitwirkt, den Chor so lange weiterführen konnte, bis diesen 1959 Erich Loy als erster hauptamtlicher Kantor an St. Matthäus übernahm.
Während beide Chöre ihre Hauptaufgabe im Dienst für
ihre jeweiligen Kirchengemeinden sahen, trat der Mattäuschor mit Einsätzen in Krankenhäusern, Altenheimen und auf dem Christkindlmarkt - damals noch in der Schrannenstraße - schon mehr in die Öffentlichkeit.
Als sich beide Chöre unter der Leitung von Kantor
Kneule zu einer größeren Bläsergemeinschaft zusammenschlossen, waren die Grundlagen auch für ein konzertantes Musizieren und die Mitwirkung bei den inzwischen ins Leben gerufenen Pfeifturmbläsern geschaffen. Nach kurzer Trennung wieder vereint, versuchen die beiden Chöre heute unter der Leitung von Kantor Reinhold Meiser an die gute musikalische Tradition vergangener Zeiten anzuknüpfen.

   
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